Kürzlich kam eine 90-jährige Dame zu mir in die Praxis. Sie sah aus wie 70. Ja, ich war fasziniert, selbst als plastischer Chirurg. Der Zahn der Zeit nagt nicht an allen gleich, dachte ich mir.

Die Dame hat ihr Aussehen teilweise sicher vorteilhaften Genen zu verdanken. Zudem hatte sie über die Jahre hinweg auch mit ästhetischen Eingriffen hie und da gezielt nachgeholfen. Dabei ist ihr Aussehen natürlich geblieben. Ihr ausdrucksvolles Gesicht versprühte Lebenserfahrung und Lebensfreude.

Der Besuch der alten – junggebliebenen – Dame erinnerte mich daran, wie breit das Altersspektrum meiner Patientinnen ist – und wie individuell ihre Umstände und Wünsche sind.

Sich etwas Gutes tun – beim Coiffeur wie auch beim Schönheitschirurgen

Grundsätzlich ist es heute in der Schweiz – wie auch anderswo – normaler und gesellschaftlich viel akzeptierter als noch vor 20 Jahren, dass sich Frauen verschiedenen Alters (und übrigens auch Männer) kosmetisch behandeln lassen. Das trifft sowohl auf chirurgische Eingriffe wie Brustoperationen zu, als auch auf minimalinvasive Behandlungen wie Faltenbehandlungen mit Botulinumtoxin-A oder Fillern, z.B. mit Hyaluronsäure.

Die Entscheidung für eine Behandlung entsteht aus dem persönlichen Bedürfnis, das eigene Erscheinungsbild zu verändern und sich dadurch wohler oder selbstbewusster zu fühlen. Frauen tun sich etwas Gutes.

Ich kenne viele Frauen, bei denen die Motivation zum Coiffeur zu gehen, dieselbe ist, wie zu mir kommen: Sie wollen ihr Aussehen auffrischen. Beim Coiffeur lassen sie sich alle sechs Wochen die Haare färben, bei mir alle sechs Monate Gesichtsfalten glätten.

Faltenbehandlungen mit der Spritze sind zwar minimalinvasiv, aber dennoch medizinische Eingriffe

Faltenbehandlungen mit der Spritze sind zwar minimalinvasiv, aber dennoch medizinische Eingriffe

Dabei darf nicht vergessen gehen, dass Faltenbehandlungen in Form von Unterspritzungen – im Gegensatz zum Haarefärben – medizinische Eingriffe sind. Auch wenn sie klein und unkompliziert wirken, erfordern sie ein fundiertes Verständnis der Anatomie, Erfahrung im Umgang mit Wirkstoffen wie Botulinum («Botox») oder Substanzen wie Hyaluronsäure und ein geschultes ästhetisches Auge.

Botox & Co. – entscheidend sind die medizinische Qualifikation und Erfahrung

In der Schweiz darf eine Behandlung mit dem Nervengift Botulinumtoxin Typ A oder mit Hyaluronsäure ausschliesslich von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden.

Spritzen mit «Botox» und Hyaluronsäure gehören nur in die Hände erfahrener Ärztinnen und Ärzte

Spritzen mit «Botox» und Hyaluronsäure gehören nur in die Hände erfahrener Ärztinnen und Ärzte

Patientinnen fragen oft, was eine Ampulle «Botox» oder Filler kostet. Die Frage greift zu kurz, deutet aber auf eine weitverbreitete, falsche Wahrnehmung hin. Die Wahrnehmung, dass das Material das Teure an einer Behandlung mit «Botox & Co.» sei, ist falsch. Das Fachwissen und das handwerkliche Können des behandelnden Arztes sind entscheidend – und haben ihren Wert.

Die bessere Frage ist somit: Welche medizinische Qualifikation und welche Erfahrung hat die Person, der Sie sich anvertrauen, im Umgang mit «Botox» und Hyaluronsäure?

Es geht also nicht darum, alles, was in einer Ampulle steckt, in die Haut zu spritzen. Der Inhalt der Ampulle muss an den richtigen Ort in der richtigen Menge. Wird er falsch angewendet – zum Beispiel von nicht ausreichend qualifizierten Personen –, kann dies nicht nur zu unerwünschten ästhetischen Ergebnissen führen, sondern auch die Gesundheit ernsthaft gefährden. Fehlerhafte Injektionen können Gefässe schädigen oder blockieren; im schlimmsten Fall treten Gewebeabsterben (Nekrosen), Sehverlust oder gar lebensbedrohliche Komplikationen auf.

«Botox» und Filler am falschen Ort oder in der falschen Menge können gefährlich werden

«Botox» und Filler am falschen Ort oder in der falschen Menge können gefährlich werden

Es geht auch nicht darum, das Gesicht dramatisch zu verändern, sondern es zu harmonisieren – so, dass man frischer aussieht, ohne dass jemand genau sagen kann, warum.

Viele meiner Patientinnen schätzen gerade dieses subtile Ergebnis: Sie sehen erholt aus, wacher, entspannter – aber nicht «gemacht». Eine gute Faltenbehandlung fällt nicht auf – und sie ist sicher.

Die Dame, die mir in der Sprechstunde jüngst gegenübersass, kam nicht für eine Faltenbehandlung zu mir. Ihre Gesichtsfalten stehen ihr bestens. Abgesehen davon, lassen sich Falten ab einer bestimmten Tiefe und ab einem gewissen Alter auch gar nicht mehr wegspritzen. Sie kam für eine Augenlidstraffung zu mir.

Ob Faltenbehandlung, Augenlidstraffung, Gesichts- oder Halsstraffung, Nasen– oder Ohrkorrektur, gerne berate ich Sie, was wir für Ihr Gesicht tun könnten.

Dr. med. Borut Banič

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (FMH)
#FMHandwerker

Fellow of The European Board of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery (FEBOPRAS)

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